Schwäbische Grammatik



Schwäbisch Band 2 - Die Grammatik  Deutsch-Schwäbisch

Das links abgebildete Grammatikbuch erschien im Herbst 2024 auf dem Büchermarkt. Es ist die bislang einzige Darstellung der schwäbischen Grammatik. Andere Bücher über die schwäbische Grammatik gab und gibt es nicht. 

Dieses Buch besticht durch seine klare Gliederung und seine gut verständliche Darstellung. Es bietet eine Gesamtdarstellung der schwäbischen Grammatik. 

Die schwäbische Sprache wird nicht isoliert beschrieben, sondern mit einem weiten sprachlichen Horizont betrachtet. Sie wird in ihre Sprachumgebung eingebettet. Es sind sozusagen drei konzentrische Kreise, die in diesem Buch gezogen werden. 

Das Buch umfasst 210 Seiten und kostet 26,-- €. Es ist bereits vergriffen und im Buchhandel derzeit leider nicht mehr erhältlich. 

1.   Der schwäbische Sprachraum 

Das alle Schwaben verbindende Gemeinsame ihrer Sprache wird gezeigt. Es geht in der Grammatik nicht um einzelne nur örtliche Besonderheiten, auch wenn sie im Buch gelegentlich erwähnt werden. Sich nur ständig vom Nachbarort abgrenzen macht heutzutage keinen Sinn mehr, denn heutzutage ist das Schwäbische als Ganzes bedroht. Auch für Schwaben gilt: "Nur gemeinsam sind wir stark!"

2.   Die Gemeinsamkeiten mit den direkten Nachbarn Alemannisch und Bairisch

Diese drei Sprachen bilden mit dem Schwäbischen zusammen den sogenannten Oberdeutschen Sprachraum. Sie haben aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte bis heute sehr viele Gemeinsamkeiten. Diese Gemeinsamkeiten zeigen sich zum Beispiel bei den Verben in der gleichartigen Bildung des Perfekts und der finiten Formen des Singular Päsens. Sie zeigen sich im gemeinsam gleichen Geschlecht von Substantiven vieler Wörter, die im gesamten oberdeutschen Sprachraum männlich statt norddeutsch weiblich sind. Sie zeigen sich in vielen kleinen Wörtern (arg, fein, bloß usw.) die gemeinsam semantisch anders verwendet werden wie im Hochdeutschen, und in vielem anderen mehr. 

3.   Die Gemeinsamkeiten mit den nichtdeutschen europäischen Hochsprachen

Das Schwäbische zeigt durch seinen Reichtum an Lauten und durch sprachliche Entwicklungen, die ganz ähnlich auch in anderen europäischen Sprachen, vor allem im Englischen stattgefunden haben, eine überraschende sprachliche Weite. Die Gemeinsamkeiten des Schwäbischen mit europäischen Hochsprachen sind vielfältig. Verglichen damit steht das Hochdeutsche ziemlich isoliert da. 



Nur für Lehrerinnen und Lehrer, die Fremdsprachen unterrichten


Sie haben Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Erlernen des Englischen oder des Französischen sich schwer tun, die sich unwillig zeigen und null Bock haben? Dann verblüffen Sie mal Ihre schwäbischen Zöglinge doch mal mit einer der zahlreichen Analogien des Schwäbischen zum Englischen oder Französischen. Die werden Ohren machen! Denn Schwäbisch ist eine Sprache mit vielen europäischen Bezügen. Man muss diese Bezüge nur kennen und zu gebrauchen wissen. 

Ihr Unterricht wird lebendiger und witziger, wenn Sie die unerwarteten Gemeinsamkeiten des Schwäbischen mit derjenigen Sprache entdecken, die sie gerade lernen (wollen? müssen?). Es gibt Ihren Schülerinnen und Schülern positive Impulse, wenn sie entdecken: "Hä? Jetz mal echt? Das kenne ich ja vom Schwäbischen her!".

Klicken Sie auf die Abbildung links. Sie zeigt Ihnen die unglaubliche große Anzahl und die Vielfalt von Parallelen zwischen Schwäbisch und den außerdeutschen europäischen Fremdsprachen. Das Grammatikbuch ist eine Fundgrube und schlägt Brücken zum leichteren Erlernen von Fremdsprachen. Leider wurde und wird das an den Universitäten zum Schaden des Fremdsprachenunterrichts völlig übergangen.


Die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Grammatik

(1.) Durchsicht der schwäbischen Mundartliteratur und Fachliteratur. Die grammatischen Formen werden durch literarische Belege untermauert.

(2.) Zahlreiche Notizen aus Alltagsgesprächen mit Gewährspersonen. Bei ihnen handelt es sich ausschließlich um grundmundartlich-schwäbisch sozialisierte Personen Diese gehören zumeist der älteren Generation an und sind an ihrem Geburtsort verblieben. Die Klarnamen der Gewährspersonen können erfragt werden.

(3.) Vergleich der so erhaltenen Forschungsergebnisse mit den germanistischen Standardgrammatiken des Althochdeutschen und des Mittelhochdeutschen, zum Beispiel mit den für das Germanistikstudium   grundlegenden Grammatiken von Braune/Mitzka und Hermann Paul.


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